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„Margin of Safety“: Was ist das und wie wende ich sie an?

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Value-Investoren kommen bei ihrer Vorgehensweise ganz schnell zu einem Begriff, den man als Schlüssel zum erfolgreichen Investieren bezeichnen kann: den englischen Ausdruck „Margin of Safety. Margin of Safety kann man mit „Sicherheitsmarge“ übersetzen. Es ist Teil der Frage, wann ein Unternehmen billig/ kaufenswert ist und wann nicht.

Welche Methode nutze ich zur Bestimmung des inneren Wertes einer Aktie?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten zu ermitteln, wann eine Aktie „billig“ ist. Eine der bekanntesten ist die Bestimmung des Fair Value. Das geschieht meistens über das so genannte DCF-Modell. DCF steht für „discounted cash flow“.

Zuerst den inneren Wert einer Aktie bestimmen!

Darüber versucht man, den aktuell fairen Wert einer Aktie/ eines Unternehmens mittels vorhandener fundamentaler Kriterien festzulegen. Zusätzlich kann man für sich jedoch noch einen weiteren Abschlag, sprich Discount festlegen, zu dem man bereit ist, die Aktie zu kaufen. Oder anders und kürzer ausgedrückt: Kaufe billig! Verkaufe teuer!

Der „Erfinder“ des Value-Investing, Benjamin Graham versteht unter der Margin of Safety die Differenz zwischen dem Preis eines Investments und seinem tatsächlichen (inneren) Wert (Fair Value). Aber jeder Anleger kann in seine Überlegungen einen weiteren „Sicherheitspuffer“ einplanen, der mindestens gegeben sein muss vor dem Kauf. Logisch ist: Je tiefer der Preis eines Investments, denn ich bezahle, desto höher ist die Sicherheit für mich, was zukünftige eventuelle Kursrückgänge betrifft. Bei Dividendenaktien kommt noch dazu, dass je tiefer mein Einstiegskurs in der Aktie ist, desto höher ist meine erwartete Dividendenrendite. Vorausgesetzt, die Dividendenzahlungen bleiben mindestens stabil auf aktuellem Niveau. Zu (ehr)geizig sollte man bei seiner Margin of Safety natürlich nicht sein, denn sonst kommt man möglicherweise nie zum Zug. 

Margin of Safety ist der Abschlag auf den inneren Wert einer Aktie!

Nachdem man den inneren Wert einer Aktie ermittelt hat, kann es absolut Sinn machen, noch einmal 10% nach unten abzuziehen und dort ein Kauflimit zu platzieren. Auch ein Blick auf den Chart der betreffenden Aktie ist hilfreich. So können die Bollinger Bänder einen ganz guten Eindruck vermitteln, wie hoch der Schwankungsbereich der Aktie in den letzten 12 Monaten war und sich entsprechend am unteren Bollinger Band einen guten Einstiegspunkt suchen. Hier kann man ein bisschen experimentieren, aber es lohnt sich. Der größte Fehler ist, den aktuellen Kursen hinterher zu rennen im Glauben daran, dass die Aktie nie wieder fällt. Geduld zahlt sich aus. 

Tipp: Mit der Bottom Fishing-Strategie Aktien günstig kaufen!

Eine weitere Möglichkeit, wie man Aktien von guten Unternehmen günstig kauft, ist die Bottom Fishing-Strategie. In diesem Artikel erkläre ich, wie sie funktioniert.

Photo by STIL on Unsplash

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