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Real money Depot 2019: Verkauf komplette Position Iron Mountain!

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Ich habe mich gestern von meinem kompletten Bestand an Aktien von IRM getrennt. Ich war seit Anfang 2018 investiert, aber außer der Dividende habe ich mit der Aktie keine Freude gehabt. Die Aussichten für das Unternehmen sind negativ. Die Analysten haben tendenziell den Daumen gesenkt für die Aktie. Also habe ich die Reißleine gezogen.

Die Gründe für meinen Verkauf 

Das Unternehmen hat im Gegensatz zu den meisten REITs eine große Anzahl Mitarbeiter (26.200 Angestellte). Das impliziert hohe Lohnkosten. Weiterhin benötigt das Unternehmen sehr viel Geld, um das physische Data Storage-Geschäft fit zu machen für das digitale Zeitalter. Das Geschäft mit physischen Data Storage-Lösungen stagniert seit Jahren beziehungsweise ist leicht rückläufig. Deshalb investiert IRM derzeit viel Geld in den Bau von Data Centern. Das ist strategisch sinnvoll, aber auf dem Data Storage-Markt sind viele andere Wettbewerber unterwegs (u.a. Equinix). Die Eintrittsbarrieren für IRM sind demzufolge hoch. Der knallharte Wettbewerb wird für niedrigere Preise und sinkende Margen sorgen. Darauf ist IRM nicht vorbereitet. Das Unternehmen kann seine Data Storage-Angebote derzeit nicht so günstig anbieten wie die Konkurrenz. Ein weiteres Risiko besteht darin, dass Wettbewerber wie Equinix Jagd auf Kunden von IRM machen könnten mit Günstig-Angeboten.

Erschließung neuer Märkte kann die Verluste am Heimatmarkt nicht ausgleichen!

Weiteres Kapital fließt in die Erschließung neuer Märkte in Asien und im mittel- und südamerikanischen Raum. Aber in Argentinien zum Beispiel ist das Vorgehen mehr als riskant, denn die Wirtschaft dort existiert quasi nicht mehr. Argentinien ist de facto zahlungsunfähig. Auch in Mexico sieht es nicht gut aus für IRM. 

Abstufungen durch Rating-Agenturen sorgt für Verkaufsdruck in der Aktie!

Es gab in diesem Jahr deutliche Abstufungen der Kreditwürdigkeit durch Rating-Agenturen. Damit wird der Schuldendienst für Iron Mountain teurer. Aktuell fließt ein Großteil des Cashflows in die Zahlung der üppigen Dividende. Die Frage ist: Wie lange kann das gut gehen? Das Payoutratio liegt aktuell bei fast 200 %. Über kurz oder lang kommt da eine Dividendenkürzung auf die Anleger zu. Das wiederum wird zu weiteren Kursverlusten führen. Dabei notiert die Aktie ohnehin schon knapp über ihrer Unterstützungszone bei 30 USD, wie man am Chart sehen kann. Wenn diese nach unten gebrochen wird, kann es ganz schnell tiefer gehen bis 24 USD. 

Screenshot des Charts von Iron Mountain vom 24.9. 2019. Erstellt bei finviz.com

Noch mehr zu Iron Mountain und eine ausführliche Analyse der aktuellen Situation kannst du in meinem Gastbeitrag auf dem Blog meines Finanzblogger-Kollegen David von Junginrente lesen.

Auswertung des Investments

Ich habe gestern für 31,27 USD verkauft. Bezogen auf meinen Einstiegskurs beträgt das Minus knapp 10 %. Wenn ich die Dividendenzahlungen aus 2018 und 2019 dazu addiere, komme ich auf ein Gesamtergebnis von minus 1 %. Daran sieht man wieder einmal die Kraft von Dividendenaktien. 

Photo by Samuel Zeller on Unsplash

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