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Alamo Group: Neues Allzeithoch erreicht! Wie geht es weiter?

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Abseits der großen und bekannten Unternehmen stoße ich bei meinen Screenings immer mal auf interessante Unternehmen, die scheinbar vollkommen unbeachtet von der Öffentlichkeit ordentliche Renditen für smarte Investoren erwirtschaften. So ein Unternehmen ist Alamo Group.

Das Geschäftsmodell von Alamo Group

Alamo Group Inc. entwirft, produziert, vertreibt und wartet Geräte für die Landwirtschaft und den Straßenbau. Dazu zählen Mäher, regenerative Luftfeger, Kehrmaschinen für Parkplätze; Bagger; Auffangbeckenreiniger und Staubsauger für Fahrbahnabfälle sowie Schneepflüge und Hochleistungs-Schneeräummaschinen, Darüber hinaus Heckenscheren, industrielle Rasenmäher und Hochdruckreinigungssysteme sowie Grabenfräsen. Das texanische Unternehmen wurde 1955 gegründet. Ein super Geschäftsmodell. Ich kann mir spontan nicht vorstellen, dass es für diese Art Dienstleistungen in absehbarer Zeit keine Nachfrage mehr gibt.

Alamo Group: Fundamentaldaten-Check und Charttechnik

1-Jahreschart erstellt mit TradingView

Wenn man sich den Chart der Aktie betrachtet, könnte man annehmen, dass man es hier mit einem Wert aus dem Tech-Bereich zu tun hat. Seit Ende 2018 ist der Wert von 75 USD bis auf aktuell 129 USD gestiegen. Der jüngste Ausbruch markierte übrigens ein neues Allzeithoch. Wer diesen Run mitgemacht hat, darf sich beglückwünschen. Da spielt es auch keine Rolle, wenn die Dividendenrendite nur bei 0,37% liegt. Die Schuldenquote des Unternehmens ist gering. Die Eigenkapitalrendite liegt bei 14% und das ROI kann sich mit 15% auch sehen lassen. Mit dem Beta von 0,75 kann man die Aktie sogar als defensiv einstufen.

Gewinnwachstum steigt weiter! Die Unterbewertung beim Fair Value ist extrem!

Das Gewinnwachstum soll ab 2020 weiter zulegen. Der Forecast liegt bei 22%. Bei einem aktuellen P/E von 20 zeigt das eine faire Bewertung der Aktie an. Bei der DCF-Methode, die zur Ermittlung des fair value einer Aktie herangezogen wird, werden sich Value-Investoren die Augen reiben. Die aktuelle Unterbewertung beträgt nämlich krasse 75%. Demnach müsste die Aktie über 500 USD notieren. Dazu sei angemerkt, dass die Aktie bereits einen ordentlichen Lauf hinter sich hat, wie der Jahreschart zeigt.

Zwei Fakten, die zur Vorsicht mahnen bei Alamo Group!

Der einzige, aber nicht unerhebliche Wermutstropfen ist die Tatsache, dass in den letzten neun Monaten die Insider massiv verkauft haben. Kombiniert mit dem Chart zeigt das lediglich, wie clever hier agiert wurde. Wer verkauft schon, wenn eine Aktie fällt? Es sei denn, derjenige denkt/ weiß, dass die Aktie noch weiter fallen wird. Ein weiterer Indikator, der zur Vorsicht mahnt, ist der weite Abstand zur 200-Tage-Linie. Dieser beträgt aktuell 26%. Ein Rücklauf zum 200er GD wird passieren – die Frage ist natürlich wann.

Mein Fazit zur Alamo-Aktie!

Da die Daten und auch der bullishe Chart derzeit etwas zu gut aussehen, würde ich mich momentan eher an die Seitenlinie begeben und die Aktie beobachten. Ein Rücksetzer in den Bereich 117 USD, besser zur 105 USD-Marke müsste auf jeden Fall passieren, damit die Aktie für mich interessant wird. Ich gebe auch zu, dass ich nicht gern Aktien kaufe, die ein neues Allzeithoch gemacht haben. Es gibt natürlich die Darvas-Strategie, die besagt, dass gerade bei einem neuen ATH die Aktie meistens noch einmal richtig Fahrt aufnimmt und weiter steigen kann, aber für mich ist das nichts. Nicht zu vergessen: Die Insider verkaufen! Abwarten und Tee trinken ist meine Devise.

Keine Handelsempfehlung!

Photo by Kim Giseok on Unsplash

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