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Kann Sprache unser Handeln beeinflussen?

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Viele der Websites, auf denen man Tipps für Startup-Unternehmer findet, propagieren das Scheitern als ganz normalen Vorgang, wenn man ein Business aufbaut. Was sagen eigentlich erfolgreiche Gründer und Unternehmer dazu? 

Ich habe eine Aussage von Marc Andreessen gefunden, einer Legende aus dem Silicon Valley (u.a. Netscape, Loudcloud):

„Mein Ziel ist nicht, rasch zu scheitern. Mein Ziel ist, auf lange Sicht Erfolg zu haben. Das ist nicht dasselbe.“

Marc Andreessen (Zitat aus “Tools der Titanen” von Tim Ferris)

Den Fokus auf das Positive richten!

Ich finde das bemerkenswert. Es verändert nämlich den Fokus vom Begriff „Scheitern“ hin zum Begriff „Ziel“. Das ist eine grundsätzlich andere Fokussierung. Dabei rückt man den Begriff „Ziel“ in den Mittelpunkt seines Handelns. Wer sich zu oft mit dem Begriff „Scheitern“ beschäftigt, der manipuliert sein Gehirn, und zwar in negativer Hinsicht. Unbewusst beschäftigt sich das Gehirn nämlich mit dem Wort „Scheitern“, und wenn man das oft genug zulässt, dann passiert genau das. Dann scheitert man.

Unsere Sprache verrät viel über unsere Gedanken!

Das hat unter anderem etwas mit Neurolinguistischer Programmierung (NLP) zu tun. Unsere Sprache verrät viel über unsere Gedanken, Ziele und Wünsche. Wer negativ von sich oder anderen Menschen spricht, der wird tendenziell mehr negative als positive Erfahrungen machen. 

Achte auf die richtige Formulierung deiner Gedanken!

Ein Ziel muss man sich konkret vorstellen, um es zu erreichen. Um es vorstellbar zu machen, muss man es konkret und so genau wie möglich beschreiben. Das ist übrigens auch der Grund, warum es so wichtig ist, seine Ziele schriftlich festzuhalten. Mit der schriftlichen Fixierung von Zielen manifestiert man sie stärker in seiner Vorstellung.

An dieser Stelle kommt die Sprache ins Spiel. Um ein Ziel konkret festzulegen, muss man es auch konkret beschreiben können. Dazu gehen wir folgendermaßen vor: Wir stellen uns einen Wunsch konkret vor. Das ist das Ziel, was wir erreichen wollen. Es ist die Vor-Stellung von etwas, das wir unbedingt haben wollen. Genau betrachtet bedeutet das, dass man etwas „Vor-sich-stellt“. Dieses „Vor-sich-stellen“ muss konkret und beschreibbar sein. Etwas, was man in seinen Gedanken und Vorstellungen nicht konkret beschreiben und bestimmen kann, bleibt nebulös und vage und taugt als konkrete Zielformulierung nichts. 

Ziele müssen konkret formuliert werden – am besten schriftlich!

Deshalb können Aussagen wie „Ich möchte einmal ganz dolle reich sein“ oder „Ich möchte mal supergesund sein“ überhaupt nicht umgesetzt werden, weil sie schon sprachlich nicht den Anforderungen genügen, die man an eine Zielformulierung stellt. Solche Aussagen befinden sich mit konkreten Bildern nicht in Übereinstimmung. Deshalb funktionieren sie nicht. Man muss seine Aussagen bezüglich Zielen und Wünschen konkretisieren, damit sie überhaupt „vor-stell-bar“ werden können. 

Die Macht der Sprache einsetzen!

Sprache ist ein starkes Hilfsmittel, mit dem man seine Gedanken und Wünsche ordnen und auf konkrete Ziele ausrichten kann. Wer an sich arbeitet im Sinne der Selbstoptimierung, der sollte immer auch sich selbst zuhören, wenn er etwas sagt und vor allem, wie er etwas sagt. Sprache verrät viel über das persönliche Mindset. Man kann sich über die passende und der Situation angepasste Sprache sogar mental beeinflussen und die Art seines Denkens steuern. Wer positive Aussagesätze bezogen auf sich und sein Handeln verwendet, wird in diesem Moment kaum traurig, niedergeschlagen oder ängstlich sein. 

Sprache und Stimmung sind eins. Diese Erkenntnis solltest du nutzen. Sprache ist ein mächtiges Tool mit gewaltigem Potenzial.

Photo by William Moreland on Unsplash

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