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Besteht ein Zusammenhang zwischen Glaubenssätzen und Investmentstrategie?

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Ist eine Investment-Strategie eine Art Glaubenssatz? Für mich ist der Unterschied von einer Investment-Strategie zu persönlichen Glaubenssätzen nicht sehr groß. Im Gegenteil: Beides sollte zusammenpassen. Warum ich das so sehe, erfährst du in nachfolgendem Artikel.

In einem der letzten Artikel habe ich darüber geschrieben, wie wichtig und hilfreich persönliche Glaubenssätze sind und wie man positive Glaubenssätze effektiv einsetzen kann. Hier kannst du den Artikel noch einmal lesen.

Was ist ein Glaubenssatz?

Ein Glaubenssatz ist eine positiv formulierte Aufforderung an dein Unterbewusstsein. Er hat für dich und dein Handeln Gültigkeit. Dieser Glaubenssatz gibt dir Orientierung und Sicherheit, das Richtige zu tun. Positive und zielführende Glaubenssätze fokussieren dich auf mehr Zufriedenheit, Erfolg und Zielstrebigkeit. Sie sind damit die Grundlage, um ein glückliches, zufriedenes und interessantes Leben zu führen. Es geht dabei um persönliche Weiterentwicklung, das Erkennen und Nutzen von Chancen und ein glückliches, erfülltes Privatleben.

Doch kaum jemand verfügt von Beginn an über ein ausreichendes Reservoir an positiven Glaubenssätzen. Doch die gute Nachricht lautet: Positive Glaubenssätze und deren Anwendung sind trainierbar. Und es ist auch möglich, negative Glaubenssätze in positive umzuwandeln. Mehr dazu kannst du in diesem Artikel lesen.

Was ist eine Investment-Strategie?

Eine Investment-Strategie ist die Umsetzung eines konkreten Plans zur Erzielung von konsistenten Gewinnen, der auf klaren Prinzipien basiert und an den man sich hält – egal, was an den Finanzmärkten passiert. Das schließt Kriterien wie Auswahl der richtigen Aktien, Positionsgröße, Diversifikation und Moneymanagement ein. Und auf jeden Fall gehört eine Exit-Strategie dazu.

Glaubenssätze und Investment-Strategie sollten übereinstimmen!

Für mich ist der Unterschied von einer Investment-Strategie zu persönlichen Glaubenssätzen nicht sehr groß. Im Gegenteil: Beides sollte zusammenpassen. 

Warum ist es wichtig, dass Glaubenssätze und Investment-Strategie übereinstimmen?

Das Nervige an einer größeren Korrektur wie derzeit oder gar einem Crash sind nicht so sehr die Kursverluste. Die passieren so schnell, dass man keine Chance hat zu reagieren. In meinem Artikel „Wie ich meinen ersten Crash erlebt habe“ schreibe ich:

„Einen Crash merkst du erst, wenn du schon mitten drin bist.“

finlog

Wer nicht vorher schon verkauft hat, der kommt einfach zu spät und sollte nichts tun. Ausnahme: Er sieht keinen anderen Ausweg für sich als die Notbremse zu ziehen und alles zu verkaufen. In diesem Falle sollte diejenige Person das auch tun. Es ist zwar schmerzhaft, aber hinterher fühlt man sich sehr erleichtert. 

Das Nervige an einer größeren Marktkorrektur sind nicht die Buchverluste!

Das wirklich Nervige an einem größeren Markteinbruch oder einem Crash ist die Zeit, die es braucht, um die entstandenen Buchverluste im Depot wieder auszugleichen. Keiner kann dir nämlich sagen, wie lange das dauert. Das können Jahre sein, bis ein Depot wieder auf Einstandswert notiert. Bestes Beispiel dafür ist das sogenannte „verlorene“ Jahrzehnt von 2000 bis 2010, als die Indizes 10 Jahre mehr oder weniger auf der Stelle traten.

Je länger eine Korrektur dauert, umso nervenaufreibender ist sie!

Während dieser Phase lässt der Normalanleger richtig Nerven. Nicht wenige geben auf, verkaufen und wenden sich für sehr lange Zeit von den Aktienmärkten ab. In dieser Phase zeigt sich, wer sein Depot gut strukturiert hat (u.a. Diversifikation, Positionsgröße, Cash-Rücklagen). In dieser Phase zeigt sich vor allem, wer mental in der Lage ist, das durchzustehen. Womit wir bei den erwähnten Glaubenssätzen sind.

Meine Investment-Strategie basiert auf Cashflow!

Der Vorteil von Dividendenaktien in der Phase rückläufiger Kurse sind eindeutig die regelmäßigen Dividendenzahlungen. Diese Zahlungen trösten nicht nur über die Buchverluste hinweg, sie spülen auf die Dauer auch permanenten Cashflow auf das Konto und sorgen für Stabilisierung. 

Die Macht von regelmäßigen Dividendenzahlungen!

Eine Aktie wie AT&T mit einer aktuellen Dividendenrendite von rund 5 % sorgt dafür, dass ich allein durch diese Dividendenzahlungen in 10 Jahren 50 % Gewinn realisieren kann, selbst wenn der Kurs der Aktie selbst sich in dieser Zeit nicht von der Stelle bewegt. Dieser Gewinn ist kein Buchgewinn, sondern er ist ein realer Geldeingang auf meinem Konto. 

Der kluge Investor, dessen Glaubenssätze und Investment-Strategie übereinstimmen, kauft Aktien von guten Unternehmen unter ihrem fairen Wert!

Voraussetzung dafür sind natürlich Aktien von Unternehmen, die ihre Hausaufgaben gemacht haben. Dazu gehören u.a. eine geringe Schuldenquote, ein Payout Ratio von maximal 60 %, eine Unterbewertung beim Wert der Aktie, eine Eigenkapitalquote von mindestens 25 % und ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell. Der kluge Investor kauft diese Aktien zusätzlich mit einer Margin of Safety. In diesem Artikel kannst du mehr über die Margin of Safety erfahren.

Wer das Prinzip der Dividendenzahlungen einmal verstanden hat, der bleibt auch in unruhigen Zeiten gelassen und verfolgt seine Investmentstrategie. Auch deshalb, weil er dieser Investment-Strategie die richtigen Glaubenssätze zugrunde liegen.

Photo by Xavier Coiffic on Unsplash

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