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Buchtipp: Dale Carnegie „Sorge dich nicht – lebe!“

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Dale Carnegie hat mit seinem Buch „Sorge dich nicht – lebe!“ einen Klassiker geschrieben. Die Erkenntnisse sind heute so modern und anwendbar wie damals. Ich habe diesmal das erste Mal die Möglichkeit genutzt, den Inhalt als Hörbuch zu genießen. Was dabei herauskam, kannst du in diesem Artikel lesen.

Dale Carnegie muss man nicht mehr näher vorstellen. Seine Bücher, in denen er nach eigener Aussage Aussagen von Klassikern des Denkens neu aufbereitet hat, sind mittlerweile selbst zu modernen Klassikern geworden. Deshalb konzentriere ich mich in diesem Artikel auf die Learnings, die ich seinem Buch „Sorge dich nicht – lebe“ (erschienen im Fischer Taschenbuchverlag) entnommen habe. Das heißt, ich habe mich bei meinen Notizen darauf beschränkt, die für mich relevanten Erkenntnisse noch einmal zu notieren. Dazu gehören nicht nur neue Einsichten, die ich gewonnen habe, sondern auch die Wiederholung von für mich wichtigen Basics. Andere grundlegende Dinge aus dem Bereich Persönlichkeitsentwicklung habe ich dagegen bewusst weggelassen, da ich davon ausgehe, dass sie mittlerweile populär genug sind.

Dale Carnegie: „Sorge dich nicht –lebe!“ Meine Learnings! 

Teile dein Leben in Tagesabschnitte ein! Kein Gestern, kein Morgen. Aber das bedeutet nicht, dass du nicht planst! Die Planung von Zielen ist wichtig. Ohne gibt es keine Orientierung. Das endet meist im ziellosen Herumprobieren. Das ist Zeitverschwendung!

Ganz wichtig ist es, seine Erfolge aufzuschreiben. Benenne Namen, Fakten und Daten! Sei stolz auf das Erreichte! Freue dich über deine Erfolge. Wie wichtig es ist, seine Gedanken, Ziele und Erfolge schriftlich festzuhalten, kannst du in diesem Artikel lesen.

Stelle dir das schlimmste anzunehmende Ereignis vor!

Wenn du in einer scheinbar ausweglosen Situation bist, frage dich: Was kann im worst case passieren? Was ist für mich das schlimmste anzunehmende Ereignis? Dann analysiere diesen worst case für dich und nimm dieses Szenario als mögliche Alternative an. Scheitern auszublenden ist naiv. Denn natürlich kannst du mit deinem Vorhaben scheitern. Die Frage ist deshalb: Was kann mir in so einem Fall passieren? Eine Situation zu analysieren und möglicherweise die Reißleine zu ziehen, bedeutet, dass du deine Energie auf Künftiges und Aussichtsreiches richten kannst! 

Im Vorfeld von Investitionen oder Business-Entscheidungen kann man das auch über eine Prä-mortem-Analyse durchführen. Du stellst dir dabei vor, was passiert, wenn wirklich alles schiefgehen würde. Dann weißt du VORHER, was im schlimmsten Fall passieren kann. Entsprechend wirst du wahrscheinlich bescheidener in deinen Wetteinsätzen und achtest bei Aktienkäufen auf kleinere Positionsgrößen!

In dem Zusammenhang ebenso wichtig: Akzeptiere das Unvermeidliche! Unsere Reaktionen auf schlechte Neuigkeiten bestimmen unser Handeln und nicht die Ereignisse selbst. Ereignisse haben keine integrierte Wertung. Ereignisse SIND einfach. Ob sie gut oder schlecht sind, wird von deiner Annahme von ihnen bestimmt, die du vorher getroffen hast. Hier hilft mehr Gelassenheit. Wenn etwas schief gegangen ist, was unvermeidlich ist, wenn du Sachen ausprobierst, dann nicht lange darüber nachgrübeln, wie das passieren konnte, sondern das Ganze abhaken und daraus lernen für das nächste Mal. Bei kleinen Rückschlägen nicht zu viel Energie in die Aufarbeitung verschwenden. Dinge passieren! 

Wie du effektiver bei deinen Vorhaben wirst!

Bei größeren Sorgen hältst du dich am besten an eine quantitative Vorgehehensweise: Sammle Tatsachen und Fakten. Anschließend analysierst du diese. Dann kannst du eine Entscheidung treffen. Emotionen werden dabei ausgeblendet. Nur die Fakten zählen. Bei der Beurteilung unbedingt die Gegenseite einnehmen. Sonst erliegen wir dem Confirmation bias. Mit Bias bezeichnet man bestimmte Vorurteile und Grundmeinungen, die unser Urteil trüben. In diesem Artikel kannst du mehr über Bias und die Folgen davon erfahren.

„Wer beschäftigt ist, hat keine Zeit für Sorgen.“ 

Winston Churchill

Beschäftige dich. Suche dir eine Aufgabe, die dich fesselt und deine volle Aufmerksamkeit fordert. Wende dabei Pareto an. Eliminiere Zeitfresser bei deinen Handlungen, die regelmäßig den geringsten Output liefern, dafür aber den meisten zeitlichen Aufwand. Stattdessen solltest du dich darauf konzentrieren, was funktioniert und die besten Returns bringt. Damit meine ich nicht grundsätzlich Geld, sondern hier zählen auch andere Vorteile wie eine höhere Lebensqualität, mehr Zeit für dich und eine positive Lebenseinstellung.

Effektiv sein heißt, dass du lernen solltest, Dinge zu organisieren und zu delegieren. Ordne die Dinge nach ihrer Wichtigkeit. Arbeite sie in der Reihenfolge ab. Nicht lange aufschieben. Probleme solltest du möglichst schnell klären. Weniger Probleme bedeuten weniger Sorgen. 

Augen auf bei der Berufswahl! Langeweile ist die Hauptursache für schlechte Leistungen. Wer Freude an dem hat, was er macht, hat keine Langeweile und liefert deshalb beste Ergebnisse. Eigentlich vollkommen logisch, aber wieso sind so viele Menschen (meistens Angestellte) unzufrieden mit ihrer Tätigkeit? Das Arbeitsleben umfasst einige Jahrzehnte. Ich finde, da lohnt es sich, die richtige und persönlich passende Aufgabe für sich zu finden. Nur am Wochenende und im Urlaub aus der „Tretmühle“ befreit aussteigen zu können, ist kein Deal.

Deine Gedanken formen deine Realität!

Du bist das, was du denkst! Sich Gedanken zu machen ist gut und wichtig. Aber sich Gedanken machen ist nicht zu verwechseln mit sich Sorgen machen. 

Durch Handeln änderst du deine Gefühle. Du kannst Emotionen nicht überlisten. Aber du kannst sie beeinflussen. Am besten, indem du etwas tust. Meistens folgt auf eine positive Handlung auch der positive Gedanke. Wenn du einmal nicht so gut gelaunt bist, dann lache einfach mal laut für eine Minute. Am besten, wenn du allein bist, sonst könnten andere Personen in deiner Umgebung denken, du musst zum Arzt. Aber allein dieses „mechanische“ Lachen wird dafür sorgen, dass du bessere Laune bekommst. 

„Unser Leben ist das Produkt unserer Gedanken.“

Marc Aurel

Dass Dankbarkeit sehr wichtig ist für das persönliche Wohlbefinden, ist mittlerweile bekannt. Aber wir müssen uns immer wieder daran erinnern. Ich habe kürzlich gelesen:

„Ein Gesunder hat 100 Wünsche. Ein Kranker hat nur einen Wunsch!“

unbekannt

Sei dankbar allein dafür, dass du die Person sein kannst, die du bist. Steh zu dir und deiner eigenen individuellen Art. Sei offen und natürlich anderen gegenüber.

Schenke anderen Menschen Aufmerksamkeit und Freude. Wer sich für andere Menschen interessiert, wird sofort feststellen, wie sich deren Stimmung hebt. Damit machst du ihnen eine Freude, vor allem aber dir selbst. Du wirst glücklicher sein, wenn du andere glücklich machst.

Der Umgang mit anderen Menschen!

Nimm Herausforderungen an. Es gibt keine persönliche Entwicklung ohne Hindernisse und Schwierigkeiten. „Mach aus einer sauren Zitrone eine wohlschmeckende Limonade.“ Oder anders gesagt: Mach das Beste aus dem, was du machen kannst!

Verschwende keine Gedanken an negative Menschen. Da du diese aber niemals komplett „ausblenden“ kannst, toleriere sie und erwarte keine Dankbarkeit von ihnen. Dasselbe bei Geschenken: Schenke oder gib Tipps, weil du es willst und es dir Freude macht. Nicht, um berechnend etwas zurückzubekommen.

Gehe sorgsam mit Kritik an dir und dem, was du tust, um. Neidische, ungerechte Attacken ignorierst du am besten, denn sie gründen sich meistens auf Neid. Konstruktive Kritik solltest du als Anlass nehmen, dein Handeln und Verhalten zu prüfen. Schreibe deine Fehltritte auf und versuche, sie nicht zu wiederholen. Sei dankbar für diese Tritte in den Hintern.

Und last but not least: Regelmäßig kleine Ruhepausen einlegen. Das berühmte Power Naping. Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich liebe meinen Mittagsschlaf. Danach fühle ich mich immer wie neugeboren und voller Tatendrang. Wer nur arbeitet und sich niemals Pausen gönnt, wird seine Energie verbrauchen und den biologischen Akku so lange strapazieren, bis keine Leistung mehr kommt. Der Mensch hat nicht unendlich viel Energie zur Verfügung.

Dale Carnegie: „Sorge dich nicht – lebe!Einziger Kritikpunkt!

Zum Abschluss noch ein paar Worte zum Stil des Buches. Das Buch strotzt vor Geschichten über konkrete Personen, anhand derer Carnegie seine Erkenntnisse deutlich macht. Was natürlich richtig ist. Geschichten verdeutlichen die Message. Aber die Stories kommen logischerweise ein wenig ältlich daher und sind teilweise quälend ausführlich. Sie sind oft auch nicht sehr anschaulich, da vom Zahn der Zeit angenagt. Heute werden Bücher wie die von Dale Carnegie knackiger. Aber wer das Buch von Dale Carnegie „Sorge dich nicht – lebe!“ liest, wird auf viele Punkte stoßen, die von heute angesagten Autoren wie Tony Robbins (hier geht es zu meiner Buchvorstellung von „Money“) oder Tim Ferris (Rezension zur „4-Stunden-Woche“ kannst du in diesem Artikel lesen) nur neu formuliert und adaptiert wurden. Inhaltlich jedoch sind sie original Carnegie. Was definitiv dafür spricht, seinen Klassiker „Sorge dich nicht, lebe!“ zu lesen. Oder eben zu hören, wie ich es getan habe. Was übrigens eine überraschend gute Erfahrung für mich als Leser war.

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