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Smart Money: Folge den big boys!

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Smart Money: Folge den Big boys ersetzt nicht die eigene Anlagestrategie. Aber von Profis lernen hat noch keinem geschadet.

Wer sich für Börse, Investment und Aktien interessiert, der steht schnell vor einem Dilemma. Die Flut an Informationen seitens der Banken, der Analysten und anderer Trader und Investoren erschlägt einen beinahe. Wer keine eigene Methode für seine Investitionen an den Finanzmärkten entwickelt hat, muss eine Flut an Ratschlägen und Meinungen verarbeiten. Meistens weiß man hinterher immer noch nicht, was man tun soll. Doch es gibt eine Möglichkeit, sich einen Pfad durch den Dschungel zu bahnen. Dieser Rat heißt: Folge dem smart money!

Was ist damit gemeint? Grob gesagt bedeutet dieser Ratschlag, sich an den Großinvestoren zu orientieren und Aktien zu kaufen, die sie kaufen. Doch wie geht das? In den USA müssen Investoren mit einem Anlagevermögen von über 100 Mio. USD in jedem Quartal die Käufe und Verkäufe veröffentlichen, die sie in ihren Depots vorgenommen haben. Das geschieht mit den sogenannten 13F-Filings. Diese werden von der US-amerikanischen Börsenaufsicht einmal im Quartal auf www.sec.gov veröffentlicht. Jeder kann hier Einsicht nehmen und sich einen Überblick verschaffen, was die „big boys“ im letzten Quartal in ihren Anlagedepots gemacht haben. 

Bei den Profi-Anlegern abgucken: Lohnt sich das?

Warum sollte man nicht bei den Profis „spicken“ und sich erlaubterweise den einen oder anderen Tipp geben lassen? Klar hat man als Trader oder Investor den persönlichen Ehrgeiz, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und den ganz großen Treffer zu landen. Jeder möchte gern die Amazon-Aktie bei 7,50 USD kaufen und halten (ja, Amazon notierte in der Finanzkrise 2007 bis 2009 im Tief bei diesem Kurs). Aber es ist doch klar, dass Vollzeit-Investoren andere Möglichkeiten haben als kleine oder mittelgroße Privatanleger. Sie haben das bessere Team, die schnellere Software (Stichwort Bloomberg Terminal) und die besseren Informationen. 

Smart Money: Lernen von den Profis!

Außerdem ist damit nicht gesagt, dass man die Investitionen der großen Investoren einfach so „nachbaut“. Wie wäre es statt dessen, wenn man sie als Anregung nimmt? Wer beobachtet, welche Positionen beispielsweise Ray Dalio in seinem Fonds hält, der kann eine ganze Menge lernen. Man kann nachempfinden, wie Investoren vom Schlage eines Ray Dalio oder Warren Buffett ticken. Wie sie ihre Entscheidungen treffen. Man kann – zumindest im Nachhinein – prüfen, auf Grund welcher fundamentaler Daten oder charttechnischer Konstellationen sie eine Kauf- oder eine Verkaufsorder platziert haben. Das ist aufschlussreich und spannend. Und man kann sehr viel lernen. Denn die getätigten Transaktionen zeigen zumindest ein wenig von der Strategie und den Gedankengängen dieser Profis.

Den Profis über die Schulter zu schauen ist für mich ein kostenloser Schulunterricht!

Mit ein bisschen Phantasie und Einfühlungsvermögen kann man erkennen, warum der eine bei diesem Unternehmen eingestiegen ist oder der andere bei einem anderen Unternehmen die Reißleine gezogen hat. Interessante Beobachtung von mir: Oftmals sind sich die Profi-Investoren auffallend einig, was die Einschätzung von Unternehmen angeht. Für mich ist das jedenfalls immer wieder kostenloser Schulunterricht. Dafür kann man das eine oder andere Webinar eines selbsternannten Experten gerne einmal sausen lassen. Meiner Meinung nach ist es bedeutend lohnenswerter, sich eingehend mit den Filings der „big boys“ zu beschäftigen. 

Smart Money: Wie findet man die Transaktionen der Investment-Profis?

Wie findet man die Profis, um ab und zu einen Blick auf ihre Käufe und Verkäufe zu werfen? Hier muss jeder selbst recherchieren. Leute wie Buffett, Dalio oder Carl Icahn sind wahrscheinlich den meisten Privatanlegern bekannt. Doch es gibt natürlich noch einige andere, die ihr Handwerk verstehen. Am besten ist es, sich auf der Website der SEC einen Überblick zu verschaffen und sich mit einigen der großen Investoren und Hedgefonds-Manager vertraut zu machen. Google hilft da bestimmt weiter, um weitere Informationen zu diesen Personen und deren Anlagestrategie zu finden. Ich denke, jeder interessierte Privatanleger sollte fündig werden und seinen persönlichen „Favoriten“ entdecken. Dann einfach mal schauen, was der große Meister so gemacht hat im letzten Quartal. Es ist teilweise sehr überraschend, dass kann ich schon mal verraten. Natürlich ersetzt das nicht die eigene Strategie, die jeder ernsthafte Investor für sich persönlich finden sollte. Die Kriterien für die fundamentale Einschätzung meiner Favoriten findest du im Artikel über meine BMIF-Methode.

Welche Investoren sind meine Vorbilder?

Meine Lieblings-Investoren, bei denen ich immer wieder gern zur Schule gehe, sind:

  • Bill Gates 
  • Carl Icahn 
  • Seth Klarman
  • Monish Pabrai 
  • Joel Greenblatt
  • Guy Spier
  • Ray Dalio

Photo by Austin Distel on Unsplash

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