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Unternehmer-Mindset: Warum soll ich scheitern vor dem Erfolg?

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Viele der Websites und Instagram-Posts, auf denen man Tipps für Startup-Unternehmer und das richtige Unternehmer-Mindset findet, propagieren das Scheitern als ganz normalen Vorgang, wenn man ein eigenes Business aufbaut. Ist das wirklich so? Gehört der Gedanke ans Scheitern einfach dazu? Was wäre mit dem positiven Ansatz, die Dinge neu zu denken?

Was sagen eigentlich erfolgreiche Gründer und Unternehmer dazu, dass Scheitern förderlich ist für den Aufbau seines eigenen Business? Ich habe in dem Buch „Tools der Titanen“ von Tim Ferris (hier findest du die Rezension zu seinem Buch „Die 4-Stunden-Woche) dazu eine sehr bemerkenswerte Aussage von Marc Andreessen gefunden, einer Legende der Gründerszene des Silicon Valley (u.a. Netscape, Loudclound):

„Mein Ziel ist nicht, rasch zu scheitern. Mein Ziel ist, auf lange Sicht Erfolg zu haben. Das ist nicht dasselbe.“

Marc Andreessen

Man achte auf die Details. Indem Andreessen den Fokus vom Begriff „Scheitern“ hin zum Begriff „Erfolg“ lenkt, wird die Aussage grundsätzlich positiv. So passt das Unternehmer-Mindset zum aktiven Handeln. Man könnte hier auch Anleihen an der Neuro-Linguistischen Programmierung nehmen (NLP). Der richtige Gebrauch der Sprache schafft auch den richtigen Fokus auf das, was man erreichen will. 

Unternehmer-Mindset: Sprache entscheidet über die Fokussierung!

„Scheitern“ bedeutet etwas grundsätzlich anderes als „Erfolg“. Deshalb ist der profane Rat, ganz oft zu scheitern, durchaus zu hinterfragen. Ich gehe sogar einen Schritt weiter und sage, dass der Begriff „Scheitern“ gar nicht erst im Wortschatz eines angehenden Unternehmers auftauchen sollte. Die Wortwahl ist entscheidend. Mit Worten fokussieren wir unser Denken. Diese Fokussierung sollte grundsätzlich positiv sein. Deshalb haben negative Worte und Begriffe meiner Meinung nach keinen Platz im Denken eines Unternehmers. Vielmehr ist es die Aufgabe von unternehmerisch tätigen Menschen, Dinge neu zu denken!

Man findet Beispiele für unternehmerisches Denken und Handeln auch in der klassischen Literatur. In diesem Artikel über Jack Londons großen Roman „Lockendes Gold“ kannst du einiges über Skin in the Game bei Unternehmern lernen.

Unternehmer-Mindset: Denke die Dinge neu!

Viele Menschen sind nicht zufrieden mit dem Geld, das sie verdienen. Ohne Anstrengung kommt man aber aus diesem Dilemma nicht heraus. 

  • Wer mehr haben will, muss mehr dafür tun! 
  • Wer bessere Dinge besitzen möchte, muss erst einmal sich selbst verbessern. 

Das ist ursprünglich das Konzept von Jim Rohn und wird auch von Tony Robbins in seinem Buch „Money“ näher erklärt. 

Unternehmer sollen Mehrwert für andere schaffen!

Fakt ist, dass es noch nie so viele Möglichkeiten gab wie heute, neben seinem Job ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Man muss dafür aber einen Mehrwert für andere schaffen. Schafft man diesen Mehrwert für andere Menschen und haben diese einen konkreten Nutzen von dem Angebot, dann sind sie auch bereit dafür zu bezahlen. 

Verknüpfe zwei bekannte Dinge und erschaffe daraus etwas Neues!

Man muss dafür aber die Dinge neu denken und die Möglichkeiten als Chancen begreifen. Oft hilft ja auch die Methode, zwei Dinge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben, so zu verknüpfen, dass daraus etwas Neues entsteht. Auf diese Art sind schon viele neue Geschäftsmodelle geschaffen worden. Einige Entrepreneure bezeichnen diese Herangehensweise schon als die eigentliche Innovation. Zwei Dinge miteinander zu verbinden, dass daraus etwas Neues entsteht. 

Unternehmer-Mindset: Cross-Thinking ist die neue Innovation!

Diese Herangehensweise basiert auf der Annahme, dass grundlegend eigentlich alles schon erfunden ist. Folglich muss man, um Neues zu kreieren, anders herangehen als zu früheren Zeiten. Womit wir bei der Verknüpfung von zwei oder mehr bekannten und bereits etablierten Dingen sind. Je genauer man sich diese Art von Innovation anschaut anhand konkreter Beispiele, umso schlüssiger wird dieses Konzept. Es gibt viele Beispiele für eine erfolgreiche Kreation von etwas Neuem, dass aus zwei oder mehr vollkommen bekannten Komponenten hergestellt wurde. Es wurde lediglich neu gedacht. 

Das eigentliche Konzept heutzutage ist, Dinge neu zu denken.  Dazu gehört auch, dass Unternehmer und Macher-Typen regelmäßig ihre Gewohnheiten hinterfragen sollten!

„Die Fesseln der Gewohnheit spürt man lange Zeit nicht. Wenn man sie erst spürt, kann man sie meist nicht mehr abstreifen.“ 

Warren Buffett

Auch eine Investoren-Legende wie Warren Buffett musste lernen, von erlernten Gewohnheiten Abschied zu nehmen. Er hat in den 1950-er und 1960-er Jahren stringent die Methode seines Lehrmeisters Benjamin Graham bei der Bewertung von Unternehmen angewendet. Er hat dann aber gemerkt, dass diese Bewertungskriterien nicht mehr funktionieren. Deshalb hat er sich ein zusätzliches  Kriterium überlegt, welches den Anforderungen der Zeit besser genügte. Das war die Erkenntnis, die Zukunftsfähigkeit eines Unternehmens mit in die Analyse einzubeziehen. Er nannte das „Burggraben“. 

Unternehmer-Mindset: Wenn Gewohnheiten nicht mehr funktionieren – ändere sie!

Was wir daraus lernen können ist folgendes: Überprüfe immer deine Gewohnheiten, ob sie noch dem aktuellen Ziel und den aktuellen Bedürfnissen entsprechen. In einer Welt, die permanentem Wandel unterzogen ist, kann man nicht stur an immer den selben Beurteilungskriterien festhalten. Man muss flexibel bleiben und Neues zulassen. Nur dann wird man sich weiterentwickeln – auch als Investor. 

Photo by Fab Lentz on Unsplash

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